RECENT REVIEWS

2012-03-15 “Fidlio” Washington Post – Anne Midgette

http://www.washingtonpost.com/entertainment/music/a-festive-fidelio-from-national-symphony-orchestra/2012/03/15/gIQAFSXTFS_story.html

2012-03-18 “Fidelio” Washington Times – Terry Ponick:

http://communities.washingtontimes.com/neighborhood/curtain-up/2012/mar/18/beethoven-national-symphony-orchestras-fidelio/

2012-03-19 “Fidelio” Washington National Symphony – Eschenbach

http://weblogs.baltimoresun.com/entertainment/classicalmusic/2012/03/eschenbach_national_symphony_p.html

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April 27, 28:  “Bluebeard’s Castle” Miami Beach – New World Symphony – Thomas

“A Kézsakállú Herceg Vára”

2012-05-02-Miamiclassica – Sebastian Spreng

http://miamiclasica.com/?s=DUQUE+BARBA+AZUL

2012-04-28-South Beach Examiner – Charlotte Libov:

http://www.examiner.com/review/bluebeard-s-castle-ushers-new-era-at-new-world-symphony

2012-04-28-South Florida Classical Review >> Blog Archive >> David Fleshler

http://southfloridaclassicalreview.com/2012/04/singers-provide-a-riveting-night-of-opera-with-new-world-symphony-in-bluebeards-castle/

2012-05-02-Knight Arts – Sebastian Spreng

http://www.knightarts.org/community/miami/the-inexorable-embrace-of-bluebeard

2012-04-28-Opera L Archives – Sergio Da Silva

http://listserv.bccls.org/cgi-bin/wa?A2=ind1205b&L=OPERA-L&P=20661

Bluebeard’s Castle – New World Center – Miami Beach – 28.April.2012

2012-06-16 DON CARLO – Wienerstaatsoper

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/kultur/3044419/dunkel-geschichte.story

Duell der Bässe

René Pape stattete den König Philipp mit einem mächtigen, finsteren, etwas ungeschlachten Bass aus und fand im nicht minder kraftvoll und autoritär orgelnden Großinquisitor von Eric Halfvarson einen ebenbürtigen Gegenspieler: Das Duell der beiden großen Bässe gehörte zu den Höhepunkten des Abends.

 

http://derstandard.at/1339638140964/Wiener-Staatsoper-Tiefgefrorenes-Konflikttheater

 

Die musikalische Seite jedenfalls versprühte Glanz, konkret: von packender Vokalintensität Rene Pape (als Filippo II.), im Großen und Ganzen solide Ramon Vargas (als Don Carlo) und besonders zum Finale hin von glühender Intensität die Stimme von Krassimira Stoyanova (als Elisabetta). Zudem: energisch Luciana D’Intino (als Eboli), profund Eric Halfvarson (Il Grande Inquisitore) und nicht nur stimmlich grandios, vielmehr auch schauspielerisch differenziert Simon Keenlyside (als Rodrigo).

 

http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/premiere-von-don-carlo-in-der-staatsoper-18424/

 

Regisseur Daniele Abbado zeigte die politischen, kirchlichen und privaten Machtspiele am spanischen Hof distanziert analytisch, ließ kaum Wärme aufkommen und arrangierte schöne, farblich fahle Bilder (Kostüme Carla Teti). Hier schickt der gespenstische Großinquisitor (Eric Halfvarson, bösartig) Ketzer auf den Scheiterhaufen und herrscht sogar über den zerrissenen, despotischen König Philipp II. (René Pape, Weltformat, nicht nur in seiner großen Zweifelsarie), der sich nicht scheut, den eigenen Sohn Don Carlo zu opfern (Ramón Vargas hatte vielleicht nicht seinen besten Tag als Strahletenor).

 

http://diepresse.com/home/kultur/klassik/766599/Verdis-Don-Carlos-klingt-wie-in-alten-Zeiten?_vl_backlink=/home/kultur/klassik/index.do

 

Die Bühne schafft mit allerlei artigen Licht- und Schattenspielen in einer der bedrückenden Atmosphäre des Spiels durchaus adäquaten, jeweils mehr oder weniger knapp bemessenen Schachtel die rechte Stimmung – beengt, eingesperrt, aber beengt und eingesperrt von dankbaren Reflektoren für die Stimmen. Selbst dort, wo, anders synchronisiert, der Besuch des Mönchs bei Boris Godunow gespielt werden könnte, schaffen Eric Halfvarson und René Pape packende Momente: Halfvarson, der natürlich auch den Pimen singen könnte, macht hier als Großinquisitor nicht dem Zaren, sondern dem gleich ohnmächtig-mächtigen Philipp II. angst und bange.

 

http://kurier.at/kultur/4500269-don-carlo-ein-kroenender-abschluss.php

Eric Halfvarson, der Großinquisitor, verdient dieses Attribut ebenso. Mehr noch: Es gibt zurzeit wohl keinen Bass, der die Rolle dieses machtgierigen Gottesmannes intensiver umzusetzen vermag. Ein Priester, der so böse ist wie ein Hagen – das kann nur Halfvarsson so meisterlich vermitteln.